„L’Officina“ ist das herrlich authentische italienische Restaurant in Kildare Village, das dem charismatischen irisch-italienischen Paar Eileen Dunne und Stefan Crescenzi gehört. L’Officina – eine der fünf Unternehmungen, die das Paar führt –, bedeutet wörtlich „Werkstatt“. Und so war das L’Officina auch von Anfang an als eher experimentierfreudiges Restaurant konzipiert, das den beiden Besitzern und den jungen, dynamischen Köchen die Möglichkeit geben sollte, ihrer Kreativität noch freieren Lauf zu lassen.
Doch wenngleich die italienische Küche im L’Officina gelegentlich modern interpretiert wird, bricht sie nie mit den traditionellen Werten, die die tragenden Säulen des Dunne & Crescenzi-Stils bilden. Unprätentiös und ganz nach italienischer Manier, lädt dieses entspannte, informelle Restaurant dazu ein, sich zurückzulehnen und einfach zu genießen: ob einen Kaffee oder ein Glas Wein allein oder mit Freunden, ein leichtes Mittagessen oder eine komplette, herzhafte Mahlzeit wie zu Hause bei Mama.
Hier erzählt Eileen Dunne, was sie beim Kochen inspiriert und welche italienischen Gerichte sie am meisten schätzt. Zudem verrät sie uns eines ihrer köstlichen Rezepte.
Eileen – Sie sind Irin und bereiten köstliches italienisches Essen zu. Wie hat Ihre Liebesaffäre mit der italienischen Küche begonnen?
Eileen Dunne: Mit 17 zog ich von Dublin nach Rom, um Kunst zu studieren. Ich war sofort hingerissen von den Klängen, der Wärme, den Düften … Ich hätte den Boden küssen können! Als ich dann Stefan kennen lernte, entdeckten wir unsere gemeinsame Leidenschaft fürs Essen, und so oft wir konnten, reisten wir durch Italien und suchten nach Käse, Weinen, nach echten lokalen Spezialitäten, die im Familienbetrieb hergestellt werden. Für traditionelle Hersteller ist das, was sie machen, mehr als nur ein Geschäft – es ist ihr Erbe, ihre Identität. Das war sehr inspirierend.
Welches sind Ihre Lieblingsgerichte und warum?
ED: Eine echte mediterrane Kost besteht aus reichlich frischen Früchten und Gemüsen, Käse, dunklem Brot, braunem Reis und sehr wenig Fleisch. Das Gemüse schmeckt so köstlich, dass man sonst kaum noch etwas braucht. Bei Dunne & Crescenzi schöpfen wir für ein neues Rezept auch gerne aus zwei ganz unterschiedlichen Quellen, zum Beispiel beim Risotto mit Fungi Porcini und Capistani (Steinpilzen und Jakobsmuscheln), das „la montagna e il mare“ vereint – die Berge und das Meer!
Wie sieht Ihr perfektes italienisches Mittagessen aus?
ED: Auf jeden Fall Spaghetti alle Vongole (Venusmuscheln) mit einem Glas Weißwein und anschließend Cantucci Biscotti und Kaffee!
Was ist Ihre wichtigste Inspirationsquelle?
ED: Meine beiden Großmütter waren großartig in der Küche – sie verstanden sich hervorragend aufs Brotbacken, auf Kuchen und Torten. Als ich dann noch Stefans Großmutter kennen lernte (die legendäre Nonna Valentina, die kochte, bis sie 99 war), passte einfach alles zusammen. Für mich erzählt das Essen, das wir zubereiten, eine Geschichte. Alle Zutaten spiegeln etwas von der Quelle, aus der sie stammen, und von den Menschen, die damit zu tun hatten, bis hin zur Geschichte der Anbauer.
Haben Sie einen Kräutergarten?
ED: Aber ja! Ich habe Rosmarin, Salbei, im Sommer Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Koriander und Thymian.
Was ist das wichtigste italienische Gewürz für Ihre Gerichte?
ED: Lorbeer! Lorbeer ist wundervoll! Lorbeerblätter in Schmorgerichten und zu Lamm …
Welchen Ort in County Kildare besuchen Sie am liebsten?
ED: Ich fahre am liebsten durch die Curragh-Ebene. Das ist eine für Irland ungewöhnliche Landschaft, so flach und ein so reiches Weideland. Mein Vater hat immer von „40 verschiedenen Grüntönen“ gesprochen, und ja, die findet man in Kildare tatsächlich.
Von Shopperin zu Shopperin: Welches ist Ihre bevorzugte Marke in Kildare Village?
ED: Anya Hindmarch, und bei Bally haben sie meine Handynummer, damit sie mir eine SMS schicken können, wenn etwas hereinkommt, das mir bestimmt gefallen wird! Villeroy und Boch für den Haushalt und Jack Wills und Superdry für die Kinder. Ich bin hier schon fürs Shoppen bekannt!
Erbsensuppe mit Garnelen
Zutaten:
250 g frische oder gefrorene Erbsen
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Kartoffel, gewürfelt
100 g frische Garnelen
4 Esslöffel Sahne (optional)
4 Teelöffel natives Olivenöl extra
ca. ½ Liter Gemüsebrühe (aus Karotten, Sellerie und Zwiebeln)
Die Erbsen kochen und beiseite stellen. Die Zwiebelstücke langsam in Olivenöl anbraten, bis sie glasig werden. Die Erbsen, die Brühe und die Kartoffelwürfel hinzugeben. Wenn die Kartoffelstücke gar sind, alles mit einem Handmixer pürieren. Auf kleiner Flamme weiterköcheln lassen und die geschälten Garnelen nur eine Minute hineingeben, bevor das Gericht vom Herd genommen wird. Nach Geschmack Sahne, Salz und gemahlenen schwarzen Pfeffer hinzugeben und sehr heiß servieren.
01-12-2010